AmigaJoker.de - Das Portal für Amigafans!

 
  AmigaJoker.de
 

Registrieren  ::  Login Einloggen, um private Nachrichten zu lesen
 
Hauptmenü
icon_home.gif Startseite

icon_joker2.png Joker-VerlagShow/Hide content
tree-T.gif Rundgang
tree-T.gif Redakteure
tree-T.gif Joker-HefteShow/Hide content
tree-T.gif Amiga
tree-T.gif PC
tree-T.gif Multimedia
tree-T.gif Megablast
tree-L.gif Sonderhefte
tree-T.gif Interviews
tree-T.gif ChatLogs
tree-T.gif Bilder-Archiv
tree-L.gif Video-Archiv
icon_joker.gif News
icon_members.gif Forum
icon_joker.gif Spieletests_SOMNEWCONTENT
icon_winuae.gif Artikel
icon_download.gif DownloadsShow/Hide content
tree-L.gif Games
som_downloads.gif InteraktivShow/Hide content
tree-T.gif Dein Account
tree-T.gif News-Senden
tree-T.gif Feedback
tree-T.gif Empfehlung
tree-T.gif Suchen
tree-T.gif Partner
tree-L.gif Links
icon_community.gif CommunityShow/Hide content
tree-T.gif Banners
tree-T.gif Pics-Amiga
tree-T.gif Pics-User
tree-T.gif Pics-Screens
tree-L.gif Arcade

null2.gif Impressum
null2.gif Disclaimer
Zufallsbild

GoogleAdSense
Arcade


Latest High Score set by
Hannes69Leverkusen
with 20481 on Space Invaders
--------
The Top Players

1 - Hannes69Leverkusen
Number Of Wins : 1

2 - Der_Amiganer
Number Of Wins : 1

3 - Halor
Number Of Wins : 1

4 - DirtyHarry
Number Of Wins : 1

5 - Daniel
Number Of Wins : 1

Interview mit Paul Kautz
Redakteur




Hallo Paul, schön das ich Dich von diesem Interview überzeugen konnte. Deswegen wollen wir auch gleich mal loslegen...

AJ: Seit wann beschäftigst Du Dich eigentlich mit Computern und Konsolen und was sind Deine aktuellen Lieblingsspiele an PC, Amiga und Konsole?
PK: Oha. Puh. Ist schon eine Weile her. Mein erster Kontakt mit Computern fand mit zehn oder elf Jahren statt – da allerdings weniger im Bereich Spiele, sondern Programmierung. Jedenfalls, wenn man Herumhantieren mit BASIC und Pascal als Programmierung bezeichnen möchte. Auf DDR-Computern. KC 87 ftw! Aber irgendwo muss man ja anfangen. So richtig los ging’s erst Anfang der Neunziger Jahre, als der Fall der Mauer den Game Boy und das Mega Drive in mein Leben hievte. Aktuell verbringe ich den größten Teil meiner verspielten Zeit an der Xbox 360 sowie der PSP. Lieblingsspiele? Die wechseln wöchentlich. Gegenwärtig wohl Puzzle Quest, Call of Duty 4, skate (alle 360), Castlevania: The Dracula X Chronicles (PSP) und Contra 4 (DS).

AJ: Bist Du eigentlich immer noch Redakteur für Computer Magazine oder gehst Du inzwischen einer anderen Beschäftigung nach?
PK: Ich bin immer noch auf der tippenden Seite der Macht, habe allerdings raschelndes Papier gegen virtuelles getauscht – ich schreibe seit 2002 als fest angestellter Redakteur für das größte deutschsprachige Online-Spielemagazin 4Players.

AJ: Du warst ja auch mal Redakteur beim berühmten Joker Verlag. Wann hast Du dort eigentlich angefangen und bei welchen Magazin (Amiga Joker, PC Joker, Multimedia Joker, Megablast, Sonderhefte, etc.) hast Du mitgewirkt?

PK: Am 1. Oktober 1998 hatte ich meinen Einstand in Baldham. Was bedeutet, dass ich ausschließlich mit dem PC Joker zu tun hatte – zu diesem Zeitpunkt gab es die anderen Magazine ja schon nicht mehr.

AJ: Wie bist Du damals überhaupt zum Joker Verlag gekommen?

PK: Hauptsächlich mit Inline-Skates, jedenfalls im Sommer. Sorry, den Gag konnte ich mir nicht verkneifen. Ahem. Die tatsächliche Story geht wie folgt: Ich habe mich Ende August 1998 aus einer Laune heraus beim Joker beworben; soweit ich mich erinnere, wurde zu dem Zeitpunkt nicht mal jemand aktiv gesucht. Ich habe schon immer viel geschrieben und auch gespielt, also dachte ich mir, dass es nicht die schlechteste aller möglichen Ideen sein könnte, das für Geld zu kombinieren. Und den Joker las ich ja auch schon seit Ewigkeiten. Nach ein paar Tagen tummelte sich erstaunlicherweise eine Einladung zum Bewerbungsgespräch in meinem Briefkasten. Ich fuhr runter, hatte ein längeres Gespräch mit Michael und Richy, und fand mich drei Wochen später eine Wohnung suchend im Süden Deutschlands wieder. Das Ganze ging surreal schnell.

AJ: Wie würdest Du rückblickend das Klima beim Joker Verlag beschreiben? Als ehemaliger Joker-Leser kam es mir immer so vor als wäre der Joker Verlag der lustigste und bunteste Ort gewesen den man sich vorstellen kann. War dem so?

PK: Nun… ja und nein. Innerhalb der Redaktion war der Zusammenhalt sehr stark, den größten Teil der Schergen würde ich als meine Freunde bezeichnen. Ich habe z.B. sehr schöne Erinnerungen an die Prügelspielabende mit Markus, an das gegenseitige Männlichkeit-Beweisen mit Steffen (Kung-Fu-Suppe beim PEP-Chinesen überleben!), an die allgemein gute Zeit mit Timo, die mit»Air Attack« durchzockten Abende mit der ganzen Redaktion und vieles mehr. Nicht zu vergessen das Layout: Karl, Daphne und Mario waren auf sehr angenehme Weise bekloppt. Es war definitiv ein chaotischer, enthusiastischer, inspirierender, entspannter Haufen; ich habe viel gelernt, und noch mehr Spaß gehabt. Das Arbeitspensum war zwar (gerade nach den Relaunch, der das Heft mal eben doppelt so dick machte) ziemlich heftig, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich ohnehin kein Problem damit, teilweise bis zwei Uhr nachts in der Redaktion zu bleiben – es hat einfach dazugehört, und ich hab’s gern gemacht. Wie die anderen auch, es gab schon eine spürbare Beziehung zum Heft; die Hingabe der Mannschaft war einzigartig. Außerdem waren die Arbeitszeiten alles in allem recht locker. Auch wenn der Joker Verlagwohl das letzte Unternehmen auf diesem Planeten gewesen sein dürfte, in dem es eine Stechuhr gab. Das war aber nur die eine Seite, die andere war die Chefetage: Über Michael Labiner habe ich im Nachhinein nicht viel Gutes zu sagen; ich habe ihn hauptsächlich als cholerischen, egozentrischen Kontrollfanatiker und Widerling in Erinnerung, der mich mehr als ein Mal zur Weißglut gebracht hat. Ein sehr unangenehmer Mensch, bei dem ich sehr froh bin, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben muss. Gerade das letzte halbe Jahr war kein Vergnügen mehr; der Druck, das Magazin zu retten, war zu jeder Arbeitsminute spürbar.

AJ: Hast Du noch Kontakt zu den ehemaligen Joker-Redakteuren?
PK: Zu einigen schon. Der Haufen verstreute sich ja nach der Pleite in alle Winde, ich lebe seit mehr als zwei Jahren in Hamburg, was die persönliche Note natürlich nicht einfach macht. Dankbarerweise leben wir in einer Kommunikationsgesellschaft.

AJ: Alljährlich findet ja der berühmte "Adlertag" in der Nähe von München statt, wo sich die ehemaligen Joker-Redakteure treffen und vermutlich auch über die alten Zeiten sprechen. Nimmst Du an diesen Treffen auch teil?

PK: Anfangs habe ich das, die letzten drei Male musste ich allerdings passen. Wie gesagt, ich lebe und arbeite mittlerweile in Hamburg, bin nur noch sehr selten, und da auch meistens beruflich, in München. Wenn sich zukünftig die Gelegenheit ergibt, dann nehme ich sie sicher wahr, aber auch sonst gibt es innerhalb der Branche genug Gelegenheiten, die Schergen zu sehen. Wenn auch nicht alle am Stück.

AJ: Warst Du eigentlich bis zum bitteren Ende beim Joker Verlag oder hast Du schon vorher das sinkende Schiff verlassen und wie hast Du persönlich das Ende des Jokers empfunden?

PK: Ich war bis zum Fall des Beiles da. Und es war für mich eine gemischte Empfindung: Zum einen war ich geschockt, dass ein ganzer Verlag, ein Magazin, das es seit fast einem Jahrzehnt gibt, einfach so von einem Tag auf den anderen ausgeknipst werden kann. Der Job beim Joker war meine erste »richtige« Arbeitsstelle (ich hatte zwar vorher schon einen Job nach dem Zivildienst, aber der hat mir keinen Spaß gemacht, so dass ich ihn nicht zähle), der Niedergang war ein drastisches Beispiel der Arbeitsmarktrealität. War für mich, glaube ich, außerdem das erste Mal, dass ich so comicartig minutenlang mit offenem Mund und total sprachlos da saß. Merkwürdiges Gefühl.
Auf der anderen Seite war ich auch irgendwie erleichtert: Wie bereits geschrieben, hatte ich in den vorangegangenen Monaten nicht viel Freude an der Arbeit, ich hätte den Joker Verlag innerhalb der nächsten paar Wochen vermutlich ohnehin verlassen - diese Entscheidung wurde mir nun abgenommen.

AJ: Hast Du noch einige Joker Hefte oder sind sie inzwischem dem Altpapier zum Opfer gefallen?
PK: Da ich mich nur schwer von alten Magazinen trennen kann, habe ich noch einen riesigen Stapel alter Joker-Ausgaben im Keller. Allerdings nicht alle – speziell von den Ausgaben vor 1994 fehlen mir viele. Ich lese mir immer wieder mal ein paar Nummern zum Spaß durch, und bin dabei teilweise amüsiert, teilweise peinlich berührt. Jaja, die guten alten Zeiten...

AJ: Dir ist bestimmt nicht entgangen das es von April 2003 bis März 2004 ein Spielemagazin Namens "Der neue PC Joker" gab (www.pc-joker.net) das nichts mit dem alten Joker zutun hatte. Auch er ist inzwischen untergegangen. Wie war Deine Meinung zu diesem "Relaunch" des PC Joker?
PK: Ich fand das Heft in jeder Hinsicht furchtbar: Es war inhaltlich und designtechnisch ein Desaster, das offensichtlich nur fabriziert wurde, um den alten Namen möglichst schnell auszuschlachten. Ich habe nur die Erstausgabe in den Händen gehabt, danach habe ich das Teil gemieden. Es gab und gibt viele schlecht gemacht Spielemagazine - das war eines der schlechtesten.

AJ: Bist Du, was Computer- und Videospiele betrifft, eher der "Oldschool'er" der sich noch vom Amiga oder C64 begeistern lassen kann oder gehörst Du eher zu den Next Generation-Zockern die lieber am High-End-PC oder an der PS2 zocken?
PK: Eine Mischung aus beidem: Ich spiele voller Begeisterung PSP und 360, auf beiden allerdings in nicht zu unterschätzendem Maße Retro-Umsetzungen (Streets of Rage 2 auf 360 – Hammer!) oder –Sammlungen (Empfehlung des Hauses: Segas Mega Drive Collection für PSP). Von Berufs wegen bin ich natürlich eher der aktuellen Spielegeneration zugewandt, privat hingegen dominieren ältere Games. Immerhin habe ich auch die britische Retro Gamer im Abo, das meiner Meinung nach beste und nützlichste Spielemagazin überhaupt.

AJ: Wie sieht Dein privater Hardware-Fuhrpark aus? Hast du noch alte Rechner wie C64, Atari oder Amiga?
PK: Alte Rechner? Nein, von meinem C64 und Amiga habe ich mich schon lange vor meiner Joker-Zeit getrennt - ich war schon immer mehr der Konsolenfreund. Deswegen tummeln sich bei mir zuhause auch noch Mega Drive, Master System, Game Boy und Lynx, die ich auch noch alle immer wieder benutz – Ebay sei Dank wächst meine Altkram-Sammlung immer weiter. Darüber hinaus habe ich es irgendwie geschafft, auch noch PlayStation, PlayStation 2, GameCube, Xbox, Xbox 360 und Wii im Spielezimmer unterzubringen; PSP, DS und GBA sind ja eher handlich. Achja, zwei PCs tummeln sich auch noch im Arbeitszimmer, aber die nutze ich hauptsächlich zum Schreiben und fürs Vergammeln der Zeit im Internet – Spielen tu ich darauf kaum noch. Ich schäme mich allerdings, zugeben zu müssen, dass ich meine vollständige Dreamcast-Sammlung vor einigen Jahren verschenkt habe. Das tut gelegentlich noch weh.

AJ: Was ist eigentlich aus den ganzen Spielen geworden, die sich damals in Joker-Archiv befanden?
PK: Puh, keinen Schimmer – Markus hatte ja sein Argusauge auf dem Archiv. Ich hoffe wirklich, dass es in den Händen eines Sammlers gelandet ist, der seinen Wert auch zu schätzen wusste. Immerhin war das Ding fast lückenlos, in den Pappboxen waren etliche Perlen verbuddelt, die man heutzutage gar nicht mehr oder nur noch für eklig viel Geld bekommt. Aber vermutlich wurde das gesamte Sortiment in der Konkursmasse verramscht oder verbrannt oder verirgendwast.


AJ: Hast Du mit dem Thema "Joker" abgeschlossen oder denkst Du doch gelegentlich mal an die guten, alten Zeiten zurück?
PK: Nee, das liegt lange hinter mir. Es waren gute Zeiten und schlechte Zeiten, die mich in die Spielebranche einführten und mir das ermöglichten, was ich heute mache. Dafür bin ich sehr dankbar. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn ein neues, zynisches, »anderes« Magazin die gegenwärtig doch sehr trockene Magazinlandschaft in Deutschland aufmischen würde. Aber das wird wohl nicht passieren – der Printleser von heute verlangt scheinbar nach mathematisch durchstrukturierten Checklistentests ohne Gefühl und persönliche Note; Individualität und Experimentierfreudigkeit sind scheinbar nur noch bei Online-Magazinen möglich. Und selbst da versuchen erschreckend viele, dem Vorbild von Printpublikationen nachzueifern, statt Kreativität unter Beweis zu stellen. Schade. Aber alleine wirtschaftlich wäre ein Magazin wie der Joker wohl kaum noch zu machen. Wenn man sieht, mit welchen Problemen Hefte kämpfen, die mehr als 200.000 Exemplare unter die Leute bringen – der Joker konnte da gerade mal die Hälfte stemmen.

AJ: Was hälst Du von der Idee AmigaJoker.de bei dem es u.a. auch um rund um das Thema Joker Verlag geht? Würdest Du Dich dort ggf. mal als Ehrengast sehen lassen?
PK: Ich bin tatsächlich mehr als erstaunt, dass es nach all den Jahren immer noch Fans des Magazins gibt. Coole Sache – da müssen wir ja doch irgendwas richtig gemacht haben! :)
Ehrengast zu sein ist natürlich immer gern gesehen, und wenn wir die Gelegenheit dazu bleibt, schaue ich auch gerne bei euch vorbei. Allerdings bin ich nicht mehr so oft in Foren aktiv wie noch vor ein paar Jahren. Aber ich verspreche, ein regelmäßiges Auge auf euch zu werfen.

AJ: Paul, ich bedanke mich für das nette Interview und wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!
PK: Vielen Dank. Ebenso!









Copyright © by AmigaJoker.de - Das Portal für Amigafans! Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2008-04-06 (2686 mal gelesen)

[ Zurück ]
Copyright © 2000-2010 AmigaJoker.de | Alle Rechte vorbehalten | Alle Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Hersteller bzw. Herausgeber.

Partner: Young Fashion | MietwagenWohnlexikon | Shopsoftware | Silber | Grönland | Sofortkredit Vergleich | Finanzwissen | Depotkonto
Sixpack Training | DSL-TarifvergleichRatenkredit | Tagesgeld | Girokonto | Immobilien Türkei | Weitere AmigaJoker.de-Partner

PHP-Nuke Copyright © 2005 by Francisco Burzi. This is free software, and you may redistribute it under the GPL. PHP-Nuke comes with absolutely no warranty, for details, see the license.
Erstellung der Seite: 0.40 Sekunden